Brettspiele für Kinder: die richtigen auswählen
20.06.2025

Ein Brettspiel im Regal ist kein Brettspiel. Entscheidend ist, ob es hervorgeholt wird, und das hängt an wenigen Dingen.
Die Spieldauer ist das wichtigste Kriterium
Was auf der Schachtel als sechzig Minuten steht, dauert mit Kindern neunzig. Alles, was länger als eine halbe Stunde geht, wird an einem gewöhnlichen Abend nie gespielt.
Zwei kurze Runden sind besser als eine lange. Kinder hören gerne auf, solange es noch Spass macht, und wollen dann morgen wieder.
Auf- und Abbau zählen mit
Ein Spiel mit dreissig Plättchen, die sortiert werden müssen, verliert gegen ein Kartenspiel, das in zehn Sekunden bereit ist. Das ist unfair gegenüber guten Spielen, aber so läuft es im Alltag.
Glück und Können mischen
Wenn nur das Können zählt, gewinnen immer dieselben und der Rest steigt aus. Wenn nur der Zufall zählt, langweilen sich ältere Kinder. Gute Familienspiele mischen beides, damit ein Achtjähriger einen Erwachsenen schlagen kann, ohne dass jemand geschummelt hat.
Kooperativ statt gegeneinander
Bei Spielen, in denen alle gemeinsam gegen das Spiel antreten, gibt es keinen Verlierer am Tisch. Gerade zwischen Geschwistern mit Altersunterschied nimmt das viel Druck raus.
Ein Nachteil: Oft übernimmt der Erwachsene die Regie und sagt allen, was zu tun ist. Halte dich zurück, auch wenn ihr dadurch verliert.
Was du dir sparen kannst
Spiele mit Lizenzfiguren aus einem Film sind meistens teuer und selten gut. Und die Altersangabe auf der Schachtel ist eine Empfehlung des Herstellers, keine Diagnose. Manche Sechsjährige spielen ein Spiel ab acht problemlos, andere nicht.
Der beste Test
Leih ein Spiel aus, bevor du es kaufst. Viele Bibliotheken und Ludotheken führen grosse Sammlungen, und nach zwei Wochen weisst du mehr als jede Rezension.
Passende Altersstufen findest du in Spiele ab 6 Jahren und Spiele ab 9 Jahren. Zum Lernen gibt es Lernspiele.



